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CHRiK online
Lektion 1: Was ist ein 'christliches' Krankenhaus?


Christliches Krankenhaus 1: Geschichte und Tradition



Die Frage „Was ist ein christliches Krankenhaus“ ist zunächst relativ einfach zu beantworten: Christliche Krankenhäuser wurden von Ordensgemeinschaften bzw. christlichen Bürgerstiftungen oder Diakonievereinen gegründet.
Im 19. Jahrhundert entstanden viele der heutigen Ordensgemeinschaften und karitativen Organisationen bzw. erlebten eine Blüte. Für sie bedeutete Nächstenliebe ganz praktisch, sich der schieren Not der Menschen anzunehmen, um die sich sonst niemand gekümmert hat. Die von ihnen gegründeten und geleiteten Krankenhäuser, Altenheime und Hospize waren eine letzte Zuflucht für Alte und Kranke, die sonst ohne Beistand geblieben wären.

Die Motivation für die Gründung von Krankenhäusern war für die Ordensgemeinschaften und Bürgerstiftungen jedoch nicht nur die Not anderer. Für Sie war es gleichzeitig auch ein Ausdruck der Dankbarkeit für die Gottesliebe. Der Glaubende erlebt Gott als jemanden, der hilft, der in schwierigen Lebenssituationen Kraft gibt, der nahe ist, wenn Leid, Schmerz und Tod das Leben schwer machen. Die „logische“ Folge der erfahrenen Gottesliebe ist die aktive Nächstenliebe. Das neue Testament berichtet an vielen Stellen, wie Jesus selbst ein Vorbild für Nächstenliebe in diesem Sinne ist. Er wandte sich denen zu, die ausgestoßen, hoffnungslos krank, verzweifelt und hilflos waren. Dabei weist Jesus ausdrücklich darauf hin, dass dies eine entscheidende Form des Gottesdienstes ist: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan“. (1)[ Popup LIT ]

Gleiche Motivation - Veränderte Anforderungen
War es im 19. Jhdt. die existentielle Not, derer sich die christlichen Krankenhäuser angenommen haben, so ist es heute verstärkt die besondere menschliche Zuwendung, die in christlichen Krankenhäusern sichtbar werden soll. Gute Medizin wird heute in vielen Krankenhäusern gemacht (christlichen und kommunalen). Aber wer nimmt den Patienten als Ganzes in den Blick und sorgt für Körper , Seele und Geist? Wer geht angemessen und verständnisvoll auf die oft unausgesprochenen Patientenfragen ein wie

- Was wird denn jetzt aus mir mit dieser Krankheit?
- Ich habe solche Angst vor der Operation!
- Ich habe zuhause keinen, der mich versorgt!
- Was muss ich denn jetzt ändern?
- Was bleibt denn von der Krankheit an Einschränkungen übrig?
- Ich weiß auch nicht mehr weiter!

Wenn man Patienten befragt, erhält man auf die Frage, was ihnen denn in einem Krankenhaus wichtig ist, Antworten wie diese...







Die hier angesprochenen Bedürfnisse müssen von christlichen Krankenhäusern heute besonders in den Blick genommen werden.





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